HILFETELEFON SCHWIERIGE GEBURT: 0228 9295 9970

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Erste medizinische Leitlinie für vaginale Geburten entstand mit Beteiligung von Eltern

Erst­ma­lig kön­nen sich Schwan­ge­re nun in einer S3-Leit­li­nie über emp­foh­le­ne Behand­lun­gen bei der Geburts­be­glei­tung infor­mie­ren. Die Leit­li­nie “Vagi­na­le Geburt am Ter­min” ent­stand feder­füh­rend durch die Deut­sche Gesell­schaft für Heb­am­men­wis­sen­schaft (DGH­Wi) und die Deut­sche Gesell­schaft für Gynä­ko­lo­gie und Geburts­hil­fe (DGGG). Mother Hood war als Patient:innenvertretung gemein­sam mit 16 wei­te­ren Orga­ni­sa­tio­nen betei­ligt.

Was bedeutet die S3-Leitlinie bei Geburtsbegleitung?

Kon­kret bedeu­tet die Leit­li­nie, dass Frau­en wäh­rend der Geburt auf der Grund­la­ge von wis­sen­schaft­lich begrün­de­ten Emp­feh­lun­gen beglei­tet wer­den sol­len. Frau­en erhal­ten dank der Leit­li­nie ver­ständ­li­che Infor­ma­tio­nen, die sie mit ihrem Geburts­team bespre­chen kön­nen. Sie kön­nen zustim­men­de oder ableh­nen­de Ent­schei­dun­gen zu medi­zi­ni­schen Ein­grif­fen bes­ser tref­fen.

Die Leit­li­nie unter­stützt Frau­en dabei, eine auf ihre Bedürf­nis­se abge­stimm­te selbst­be­stimm­te Geburt zu erle­ben. Ihr Ziel ist eine frau­zen­trier­te Betreu­ung.

Das Wohl­be­fin­den der Frau bei der Geburt und der respekt­vol­le Umgang mit ihr wer­den in der Leit­li­nie erst­mals als zen­tra­le Fak­to­ren offi­zi­ell aner­kannt.

Zu einer frau­en­zen­trier­ten und siche­ren Geburts­be­glei­tung gehört, die Bedürf­nis­se von Schwan­ge­ren, Gebä­ren­den und Neu­ge­bo­re­nen zu berück­sich­ti­gen.

Die Eins-zu-Eins-Beglei­tung der Geburt soll gewähr­leis­tet wer­den.

Die Gebä­ren­den wer­den dar­in unter­stützt, den Geburts­schmerz nach ihren Wün­schen und anhand einer Band­brei­te unter­schied­li­cher Maß­nah­men zu bewäl­ti­gen.

Müt­ter sol­len ermu­tigt wer­den, so bald wie mög­lich nach der Geburt Haut-zu-Haut-Kon­takt zu ihrem Neu­ge­bo­re­nen zu haben.

Alle rele­van­ten Gesund­heits­be­ru­fe in der Geburts­hil­fe sol­len zusam­men­ar­bei­ten.

Die Leit­li­nie spricht sich gegen rou­ti­ne­mä­ßi­ge Epi­sio­to­mien (Damm­schnit­te) aus. Soll­te ein Damm­schnitt doch nötig sein, wird eine bestimmt Schnitt­füh­rung emp­foh­len.

Hier­ge­gen und auch dass das Durch­tren­nen der Nabel­schnur in einer vor­ge­ge­be­nen Zeit (5 Min.) erfol­gen soll, wider­spre­chen die Eltern­ver­tre­te­rIn­nen (mother-hood e.V und Arbeits­kreis Frau­en­ge­sund­heit — AKF.)

Leit­li­ni­en sind Emp­feh­lun­gen und recht­lich nicht bin­dend.

Auch wenn nicht alle The­men zufrie­den stel­lend geklärt wur­den, ist es bahn­bre­chend, dass sie über 300 Sei­ten lang, in gekürz­ter Ver­si­on 178 Sei­ten, erstellt wur­de.

Die Leit­li­nie “Vagi­na­le Geburt am Ter­min” ent­stand feder­füh­rend durch die Deut­sche Gesell­schaft für Heb­am­men­wis­sen­schaft (DGH­Wi) und die Deut­sche Gesell­schaft für Gynä­ko­lo­gie und Geburts­hil­fe (DGGG). Mother Hood war als Patient:innenvertretung gemein­sam mit 16 wei­te­ren Orga­ni­sa­tio­nen betei­ligt. (Quel­le: www.mother-hood.de)

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