HILFETELEFON SCHWIERIGE GEBURT: 0228 9295 9970

HILFETELEFON SCHWIERIGE GEBURT:
0228 9295 9970

DAS ORGANIGRAMM

des ISPPM e.V.

Internationale Gesellschaft für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM e.V.)

DER VORSTAND

Kola Brönner

Prä­si­den­tin

Neşe Karabekir

Vize-Prä­si­den­tin

Hakan Çoker

Vize-Prä­si­dent

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Elvira Elliot

Schatz­meis­te­rin

Galina Tcyganok

Schrift­füh­re­rin

Marita Klippel-Heidekrüger

Vor­sit­zen­de des Erwei­ter­ten Vor­stands

Martina Takacs

Bei­sit­ze­rin

Internationale Gesellschaft für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM e.V.)

Erweiterter Vorstand

Der Erwei­ter­te Vor­stand ist ein sat­zungs­ge­mäß beru­fe­nes Gre­mi­um, das die orga­ni­sa­to­ri­sche Arbeit des Vor­stands auf die dem Ver­eins­ziel ent­spre­chen­den Inhal­te erwei­tert. Sei­ne Mit­glie­der wer­den von der Mit­glie­der­ver­samm­lung bestä­tigt. Sie befas­sen sich im Rah­men der Ver­eins­zie­le mit gesell­schaft­lich rele­van­ten Auf­ga­ben. Mit ihren selbst gewähl­ten Auf­ga­ben­fel­dern stel­len sie sich hier vor und laden ein zum Ken­nen­ler­nen spe­zi­el­ler The­ma­ti­ken.

Der Erwei­ter­ter Vor­stand setzt sich zusam­men aus

dem wissenschaftlichen Beirat

den Delegierten von assoziierten Vereinen und Vereinen, die bei der ISPPM Mitglied sind

den Dele­gier­ten von ISPPM-Ver­ei­nen aus ande­ren Län­dern

der Arbeits­ge­mein­schaft-Prä­na­tal fun­dier­te Psy­cho­the­ra­pie und Psy­cho­so­ma­tik AG-PfPP

Kin­der­rech­te-Dele­gier­te

Ansprech­part­nern für spe­zi­fi­sche Fach­the­men

Internationale Gesellschaft für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM e.V.)

Wissenschaftlicher Beirat

Der wis­sen­schaft­li­che Bei­rat unter­stützt den Vor­stand mit wis­sen­schaft­li­chen Bei­trä­gen, mode­riert den wis­sen­schaft­li­chen Exkurs der ISPPM, führt das Peer-Review-Ver­fah­ren für die Her­aus­ga­be des „Euro­pean Jour­nal of Pre­na­tal and Peri­na­tal Psy­cho­lo­gy and Health“ durch.

Inzwi­schen ist die Erfor­schung natur­wis­sen­schaft­li­cher Grund­la­gen der Prä­na­ta­len Psy­cho­lo­gie ein aner­kann­tes eigen­stän­di­ges Gebiet, das psy­cho­lo­gi­sche und neu­ro­phy­sio­lo­gi­sche Pro­zes­se der frü­hes­ten Lebens­zeit betrach­tet und beob­acht­ba­re psy­cho­lo­gi­sche Phä­no­me­ne zu erklä­ren ver­sucht. Hier­zu wer­den empi­ri­sche Unter­su­chungs­me­tho­den zur kon­trol­lier­ten Beob­ach­tung und für geziel­te Expe­ri­men­te bei Mensch und Tier ein­ge­setzt – zum Bei­spiel Reak­tio­nen des unge­bo­re­nen Kin­des auf äuße­re Rei­ze wie Musik oder Berüh­rung (Ultra­schall, Herz­fre­quenz) oder die Unter­su­chung von Lang­zeit­ef­fek­ten von müt­ter­li­chem Stress auf die Ent­wick­lung des Kin­des. Expe­ri­men­te befas­sen sich bei­spiels­wei­se mit Wir­kun­gen von müt­ter­li­chem Stress auf die Ent­wick­lung des Kin­des (Ver­hal­ten, Lern­fä­hig­keit, Stress­re­ak­tio­nen, Hor­mon­haus­halt, Wachs­tum). Bei allen Vor­be­hal­ten gegen­über kon­trol­lier­ten Expe­ri­men­ten (ins­be­son­de­re an Tie­ren) sind natur­wis­sen­schaft­li­che Grund­la­gen der prä- und peri­na­ta­len Psy­cho­lo­gie und Medi­zin von gro­ßer Bedeu­tung für das Ver­ständ­nis, die wei­te­re Ent­wick­lung und Akzep­tanz unse­rer Arbeit.

Die Auf­ga­be des wis­sen­schaft­li­chen Bei­ra­tes liegt u.a. dar­in, ver­öf­fent­li­che Unter­su­chun­gen der Prä­na­ta­len und Peri­na­ta­len Psy­cho­lo­gie zu bewer­ten und für unse­re Arbeit zu nut­zen.

Fol­gen­de The­men erschei­nen zur­zeit beson­ders rele­vant:

Entwicklung von Bewusstsein, Wahrnehmung, kognitiver Kompetenzen (Aufmerksamkeit, Denken, Lernen, Gedächtnis, Sprache), Handeln, Persönlichkeit etc.

Verhalten und Erleben des Kindes vor, während und nach der Geburt

Normale und gestörte Interaktion von Mutter und Kind vor und nach der Geburt

Sozio­kul­tu­rel­le Unter­schie­de

Effek­te von prä- und post­na­ta­ler Sti­mu­la­ti­on (Musik, Berüh­rung, Licht etc)

Ungüns­ti­ge Umwelt­ein­flüs­se (Dro­gen, Rau­chen, Lärm, Schad­stof­fe, Medi­ka­men­te)

Effek­te von Stress, Angst, Emo­tio­nen, nega­ti­ver Ein­stel­lung der Mut­ter u.a.

Geburts-Stress, Geburtstraumen (Sectio, Frühgeburt, Trennung von der Mutter, Lärm, grelles Licht, medizinische und pflegerische Maßnahmen)

Prof. Dr. Sven Hildebrandt

Internationale Gesellschaft für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM e.V.)

Beratung und Unterstützung in Vereinsmanagement, Administration, rechtlichen Abläufen und technischer Infrastruktur

Ich bera­te und unter­stüt­ze den Vor­stand im Ver­eins­ma­nage­ment sowie in orga­ni­sa­to­ri­schen, admi­nis­tra­ti­ven und tech­ni­schen Belan­gen. Wei­ter­hin beglei­te Ich  bei Fra­gen und Her­aus­for­de­run­gen der recht­li­chen Infra­struk­tur des Ver­eins und bei der Betreu­ung von Web­sei­te und Ser­ver sowie die Ent­wick­lung und Pfle­ge des ISPPM Jour­nals.

Swen Galster

ISPPM Projekt in Kooperation mit Mother-Hood

Hilfetelefon

Seit 2020 besteht das Pro­jekt „Hil­fe­te­le­fon“.  Es ist eine Koope­ra­ti­on der ISPPM mit dem Ver­ein Mother Hood e.V.. Das Hil­fe­te­le­fon ist ein Ange­bot für Frau­en mit Gesprächs­be­darf nach schwie­ri­gen Gebur­ten.

15 Fach­be­ra­te­rin­nen der ISPPM (im Wech­sel) bie­ten zwei­mal wöchent­lich ehren­amt­lich die Bera­tung am Hil­fe­te­le­fon an.

www.hilfetelefon-schwierige-geburt.de

Wenn Sie als Bera­te­rin beim Hil­fe­te­le­fon mit­wir­ken möch­ten, wen­den Sie sich bit­te an:

LITERATUR ZUM THEMA
Diede­richs Pau­la, Bogen­sper­ger-Hezel Eva, Weif­fen Anja (2017) Ver­kör­pe­rung von Weib­lich­keit im Zeit­raum von Mut­ter­wer­den und Mut­ter­sein. In Krü­ger-Kirn Hel­ga, Schroe­ter Bet­ti­na (Hg) Psy­cho­so­zi­al
Diede­richs Pau­la, Mathea Sabri­na, Weif­fen Anja, (2016) Trau­ma­ti­sches Geburts­er­le­ben von Frau­en und sei­ne Aus­wir­kun­gen auf die Mut­ter-Kind-Inter­ak­ti­on. In Harms Tho­mas (Hg) Kör­per­psy­cho­the­ra­pie mit Säug­lin­gen und Eltern. Psy­cho­so­zi­al
Diede­richs Pau­la, Olbricht Vera (2002) Unser Baby schreit so viel! Was Eltern tun kön­nen. Kösel

Nihan Salgar

Annick de Lamotte

Kola B. Brönner

Internationale Gesellschaft für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM e.V.)

Fachspezifische Arbeitsgruppen

Mit­glie­der im “Erwei­ter­ten Vor­stand” sind für drei Jah­re gewählt. Sie befas­sen sich im Rah­men der Ver­eins­zie­le mit gesell­schaft­lich rele­van­ten Auf­ga­ben. Mit ihren selbst gewähl­ten Auf­ga­ben­fel­dern stel­len sie sich hier vor und laden ein zum Ken­nen­ler­nen spe­zi­el­ler The­ma­ti­ken. Sie fin­den am Ende jedes Bei­trags eine Lite­ra­tur­aus­wahl.

Prä­na­tal fun­dier­te Psy­cho­the­ra­pie u. Psy­cho­so­ma­tik AG-PfPP

Die “Prä­na­tal fun­dier­te Psy­cho­the­ra­pie und Psy­cho­so­ma­tik“ basiert nicht nur auf den Beob­ach­tun­gen in der psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Situa­ti­on, son­dern eben­so auf den Ergeb­nis­sen der empi­ri­schen Wis­sen­schaf­ten zu den Wir­kun­gen von vor­ge­burt­li­chem Stress, zur vor­ge­burt­li­chen Pro­gram­mie­rung, zur frü­hen Hirn­ent­wick­lung, zur Geburts­dy­na­mik, zur Epi­ge­ne­tik usw. Sie ist in die­sem Sin­ne inter­dis­zi­pli­när begrün­det. Ihre Beob­ach­tun­gen haben des­halb auch Aus­wir­kun­gen auf die ande­ren Wis­sen­schaft- und Pra­xis­be­rei­che um Schwan­ger­schaft und Geburt her­um. So hat das Wis­sen um die psy­cho­lo­gi­sche Bedeu­tung der Bedin­gun­gen der frü­hen Ent­wick­lung den Umgang ins­be­son­de­re mit der Geburt und auf die Schwan­ger­schaft erheb­lich beein­flusst. Ins­be­son­de­re gilt das für den umfas­sen­den Wan­del im Umgang mit früh­ge­bo­re­nen Kin­dern.

Mehr lesen zu

  1. Rah­men­vor­stel­lun­gen einer „Prä­na­tal fun­dier­ten Psy­cho­the­ra­pie und  Psy­cho­so­ma­tik (PfPP)”
  2. Modell der PfPP in der Psy­cho­the­ra­pie Erwach­se­ner
  3. Modell einer PfPP in der Kin­der­psy­cho­the­ra­pie
  4. Modell der PfPP in der frau­en­ärzt­li­chen Sprech­stun­de
  5. Das Modell der PfPP in der Kunst­psy­cho­the­ra­pie
  6. Das Modell der PfPP in der Kör­per­psy­cho­the­ra­pie
  7. Das Modell der PfPP im Rah­men der Regres­si­ons­psy­cho­the­ra­pie­t­he­ra­pie

Zum ver­tief­ten Wei­ter­le­sen

Marita Klippel-Heidekrüger

Die UN-Kon­ven­ti­on über die Rech­ten des Kin­des (KRK) ist eine völ­ker­recht­li­che Ver­ein­ba­rung.

Die „Char­ta der Rech­te des Kin­des vor, wäh­rend und nach der Geburt“ hin­ge­gen wur­de inner­halb der Gesell­schaft der ISPPM erar­bei­tet und 2005 ver­ab­schie­det. Der völ­ker­recht­li­chen Ver­ein­ba­rung man­gelt es an Deut­lich­keit in Bezug auf die vor­ge­burt­li­che Lebens­zeit. Dar­um ist die ISPPM 2014 Mit­glied bei der „Natio­na­len Koali­ti­on Deutsch­land – zur Umset­zung der Kin­der­rech­te in natio­na­les Recht – gewor­den, um die Inhal­te der ISPPM Char­ta auf die natio­na­le und inter­na­tio­na­le Ebe­ne der UN-Kin­der­rechts­kom­mis­si­on zu tra­gen.

Die UN-Kon­ven­ti­on über die „Rech­te des Kin­des“ bis zum voll­ende­ten 18. Lebens­jahr vom 20.11.1989 war ein his­to­ri­scher Schritt, weil das Kind in sei­nen eige­nen Rech­ten aner­kannt wur­de. Das Kind wur­de nicht län­ger nur als ein Noch-nicht-Erwach­se­ner gese­hen, son­dern als ein eigen­stän­di­ges mensch­li­ches Wesen und als eigen­stän­di­ge mensch­li­che Per­son mit einem Recht auf Ver­sor­gung, Schutz, Sicher­heit und Mit­spra­che bzw. Betei­li­gung. Die UN-Kon­ven­ti­on über die „Rech­te des Kin­des“ garan­tiert Ent­wick­lungs­rech­te, die dem Kind erlau­ben sol­len, sein vol­les Poten­ti­al zu ent­fal­ten.

1992 hat die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land die UN-Kin­der­rechts-Kon­ven­ti­on rati­fi­ziert.

1995 grün­de­te sich in Deutsch­land die Natio­na­le Koali­ti­on (NC‑D) zu einem Netz­werk von Orga­ni­sa­tio­nen der Zivil­ge­sell­schaft (NGO),

2013 bil­de­te sich die NC‑D als e.V. um die Umset­zung der UN-Kon­ven­ti­on über die „Rech­te des Kin­des“ in der Öffent­lich­keit zu för­dern und Ver­ant­wor­tungs­trä­ger in Bund, Län­dern und Gemein­den deut­lich zu machen, wel­che Ver­pflich­tun­gen aus der UN-Kin­der­rech­te­kon­ven­ti­on fol­gen und wel­che Anstren­gun­gen in Deutsch­land sowie in der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit unter­nom­men wer­den müs­sen, um die Rech­te des Kin­des zu ver­wirk­li­chen. 110 Ver­bän­de und Ver­ei­ne (z.B. Deut­scher Kin­der­schutz­bund, Deut­sche Liga für das Kind, Fami­lie und Gesell­schaft, Pes­ta­loz­zi-Frö­bel-Ver­band usw.) sind hier zusam­men­ge­schlos­sen.

Die ISPPM e.V. ist seit 2014 Mit­glied in der Natio­nal Koali­ti­on-Deutsch­lands (NC‑D).

2016 wähl­te die Mit­glie­der­ver­samm­lung der ISPPM eine Dele­gier­te mit der Auf­ga­be, die ISPPM Char­ta „der Rech­te des Kin­des vor wäh­rend und nach der Geburt“ in der NC‑D zu ver­tre­ten, um auch in der natio­na­len und inter­na­tio­na­len Öffent­lich­keit auf die Bedeu­tung der vor­ge­burt- und geburt­li­chen Ent­wick­lungs­zeit des Kin­des hin­zu­wei­sen.

Das ein­stim­mig gewähl­te Man­dat hat seit­dem Mari­ta Klip­pel-Hei­de­krü­ger

Die For­schun­gen zur frü­hen Ent­wick­lung des Kin­des, wie sie beson­ders im    

  • Rah­men der Inter­na­tio­nal Socie­ty for Pré- and Peri­na­tal Psy­cho­lo­gy and Medi­ci­ne (ISPPM) und im Rah­men der Ame­ri­can Asso­cia­ti­on for Pre­na­tal and Peri­na­tal Psy­cho­lo­gy and Health (APPPAH) durch­ge­führt und dis­ku­tiert wur­den, bele­gen, dass das indi­vi­du­el­le und sozia­le Leben des Kin­des bereits vor der Geburt beginnt. Die Zeit vor, wäh­rend und nach der Geburt ist als Kon­ti­nu­um zu betrach­ten, in dem unter­schied­lichs­te Ent­wick­lungs- und Lern­pro­zes­se mit­ein­an­der ver­wo­ben, von­ein­an­der abhän­gig und auf­ein­an­der bezo­gen sind. Das Fun­da­ment unse­rer grund­le­gen­den Gefüh­le von Sicher­heit und Ver­trau­en wird in die­ser Zeit gelegt. Eine Grund­vor­aus­set­zung für die gedeih­li­che Ent­wick­lung ist eine wech­sel­sei­ti­ge Bezo­gen­heit zwi­schen Mut­ter und Kind dem Vater sowie der sozia­len Gemein­schaft. In ver­schie­de­nen Kul­tu­ren fin­den unter­schied­li­che Model­le gegen­sei­ti­ger Beein­flus­sung statt. Das Kind vor der Geburt ist somit als mensch­li­ches Wesen Teil des Gan­zen inner­halb der jewei­li­gen Kul­tur.

Ab der Zeu­gung hat ein Kind Rech­te.

Die fol­gen­de Char­ta der „Rech­te des Kin­des vor, wäh­rend und nach der Geburt“ ver­sucht, die­se Rech­te kon­kret zu machen. Hier­bei geht es um grund­le­gen­de emo­tio­na­le, kör­per­li­che und geis­ti­ge Bedürf­nis­se, die erfüllt sein müs­sen als Vor­aus­set­zung für eine gesun­de Ent­wick­lung des Kin­des.

Selbst­ver­ständ­lich ste­hen die­se Rech­te auch in Bezie­hung zu den Rech­ten ande­rer Per­so­nen, ins­be­son­de­re denen der Mut­ter und der Fami­lie. Es ist nötig, einen Aus­gleich zwi­schen ihnen zu fin­den mit Ver­ständ­nis für die zugrun­de­lie­gen­den unter­schied­li­chen Bedürf­nis­se aller, ein­schließ­lich denen der Kin­der. Die ISPPM e.V. erkennt die Ein­zig­ar­tig­keit der Schwan­ger­schaft und Geburt vom Beginn an. Sie spricht von einer MUT­TER/KIND-Ein­heit und geht immer von der in der Schwan­ger­schaft gemein­sa­me erleb­ten bio­gra­phisch bedeut­sa­men Situa­ti­on für Mut­ter und Kind aus.

Bevor die Rech­te des prä-und peri­na­ta­len Kin­des aus Sicht der ISPPM e.V. vor­ge­stellt wer­den, noch ein Hin­weis zum Schwan­ger­schafts­kon­flikt, der im

§ 218 gere­gelt ist:

Die Rege­lun­gen in ein­zel­nen Natio­nen sehen unter­schied­lich aus und es wer­den immer wie­der Ergän­zun­gen und Zusät­ze zum bestehen­den Recht erwo­gen.

Die deut­sche Recht­spre­chung regelt im § 218 spie­gelt die Kon­flikt­si­tua­ti­on, die zwi­schen dem Selbst­be­stim­mungs­recht einer Frau und dem Recht auf Leben des Kin­des auf­tre­ten kann. Juris­tisch geht es dabei um die Abwä­gung von zwei Rechts­gü­tern:

-  Das Recht des Kin­des auf Leben ist ein rela­ti­ves und kein abso­lu­tes Recht.

Sein Recht auf Leben hängt von

   den Umstän­den ab, von denen es abhän­gig ist und/oder sein wird.

- Das Selbst­be­stim­mungs­recht einer schwan­ge­ren Frau ist ein Men­schen­recht  und in dem Kon­flikt dem Kin­des­recht über­ge­ord­net.

Die Ent­schei­dung der Frau, wie sie auch aus­fällt, wird staat­li­cher­seits respek­tiert. Jahr­hun­der­te lang war das anders. Frau­en, wenn sie sich gegen das Kind ent­schie­den, wur­den kri­mi­na­li­siert, ver­ur­teilt und sogar getö­tet.

Frau­en haben in einem jahr­zehn­te­lan­gen Kampf ihr Selbst­be­stim­mungs­recht in die­ser Fra­ge durch­ge­setzt.

ISPPM Char­ta „der Rech­te des Kin­des“ vor wäh­rend und nach der Geburt

Katrin Wahl

2009 grün­de­ten Ire­ne Behr­mann, Eva-Maria Mül­ler-Mark­fort, Mari­ta Klip­pel-Hei­de­krü­ger und wei­te­re ISPPM Mit­glie­der den Ver­ein Green­Birth e.V.

Ziel ist es, Schwan­ge­ren und Eltern fun­dier­te und geziel­te Infor­ma­tio­nen rund um die Geburt eines Kin­des zu geben. 

In Zusam­men­ar­beit mit Exper­tIn­nen bei der ISPPM wer­den Stel­lung­nah­men zu aktu­el­len The­men ver­fasst. Dabei wird der Situa­ti­on wer­den­der Eltern beson­de­re Beach­tung geschenkt. Fol­gen­de Stel­lung­nah­men sind bis­her erar­bei­tet wor­den:

  • Stel­lung­nah­me zu geplan­tem Blut­test in der Früh­schwan­ger­schaft (2019)
  • Pres­se­er­klä­rung zu der am 31.12.2020 in Kraft getre­te­nen Ver­ord­nung zum   
  • Ultra­schall in der Schwan­ger­schaft (2019) Pres­se­er­klä­rung zu Covid19
  • und die Situa­ti­on von Vätern im Kreiß­saal (2020)

Als Dele­gier­te von Green­Birth e.V. im erwei­ter­ten Vor­stand wird das gemein­sa­me Ziel, die Geburts­kul­tur in Deutsch­land zu huma­ni­sie­ren, wei­ter­ge­führt. Das Mit­ein­an­der zwi­schen ISPPM und Green­Birth dient dem Trans­fer, um die Arbeit von Exper­tin­nen und Exper­ten an die Basis (Eltern) zu tra­gen.

Wenn Sie bei die­sem Trans­fer mit­ar­bei­ten möch­ten, sind Sie herz­lich will­kom­men.

Die Dele­gier­te von Green­Birth e.V. ist Elke Mro­sek. Sie prak­ti­ziert heil­prak­ti­sche Psy­cho­the­ra­pie mit der Metho­de der The­ra­peu­ti­schen Regres­si­ons­ar­beit (TRA).

Elke Mrosek

Dipl. Sozi­al­päd­ago­gin

2002 traf Lud­wig Janus, Past Prä­si­dent der ISPPM die Grün­der der Bin­dungs­ana­ly­se Györ­gy Hidas und Jenö Raf­fai in Hei­del­berg und Buda­pest. Inner­halb der ISPPM bil­de­te sich ein Arbeits­ge­mein­schaft Bin­dungs­ana­ly­se. Die ers­ten Wei­ter­bil­dungs­kur­se fan­den ab 2004 in Hei­del­berg und spä­ter auch in Öster­reich statt.

Aus der AG ent­stand 2020 der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein Gesell­schaft für Bin­dungs­ana­ly­se nach Hidas & Raf­fai (Vor­ge­burt­li­che Bezie­hungs­för­de­rung) e.V., der die Metho­de im gesell­schaft­li­chen und gesund­heit­li­chen Bewusst­sein ver­an­kern möch­te.

Die Wei­ter­bil­dung fin­det inzwi­schen an unter­schied­li­chen Stand­or­ten in Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz statt. Wei­ter Infor­ma­tio­nen unter www.bindungsanalyse.de

Heu­te ver­tritt eine Dele­gier­te den Ver­ein im erwei­ter­ten Vor­stand der ISPPM und führt die Zusam­men­ar­beit fort.

LITERATUR ZUM THEMA

Raf­fai Jenö, Györ­gy Hidas Jahr:
Nabel­schnur der See­le. Psy­cho­so­zi­al

Bal­ken­hol Chris­ta, Kar­rasch Chris­ti­ne (Hg) Jahr:
Mit dei­ner Lie­be wächst mei­ne See­le. Ein­klang

Wei­te­re Lite­ra­tur unter Lite­ra­tur­hin­wei­se auf bindungsanalyse.de und im
Int. Jour­nal of Pre­na­tal and Peri­na­tal Psy­cho­lo­gy and Medi­ci­ne – Bin­dungs­ana­ly­se

Katrin Wahl

Die Wur­zeln der Prä­na­ta­len Psy­cho­lo­gie lie­gen in der Psy­cho­ana­ly­se, die von Anfang an auch einen kul­tur­psy­cho­lo­gi­schen Anspruch hat­te. Inzwi­schen ist es unter prä­na­tal­psy­cho­lo­gi­schen Fach­leu­ten unbe­strit­ten, dass die mensch­li­che Psy­che in der Lage ist, über ver­än­der­te, regres­si­ve Bewusst­seins­zu­stän­de vor­ge­burt­li­che, engram­ma­tisch gespei­cher­te Kör­per­erin­ne­run­gen dem Bewusst­sein über sym­bo­li­sche Bil­der ver­mit­telt zugäng­lich zu machen.

Zen­tra­le Arche­ty­pen bzw. uni­ver­sa­le Sym­bo­le der Kosmo­go­ni­en der Mensch­heit sind u.a. der Wel­ten­baum, die Schlan­ge, die Axis Mun­dis (Wel­ten­ach­se), der Wel­ten­berg, die Höh­le, die Hei­li­ge Quel­le. Die­se Sym­bo­le des Hei­li­gen, die mit der Wel­ten­schöp­fung in Ver­bin­dung ste­hen, sind unschwer als Erin­ne­run­gen an vor­ge­burt­li­che Erfah­run­gen iden­ti­fi­zier­bar.

Die AG Kul­tur­psy­cho­lo­gie in der isppm e.V. dis­ku­tiert die­se Erkennt­nis­se und bringt sie mit Matri­ar­chats­for­schung, Psy­cho­his­to­rie, Kon­flikt­for­schung, Kunst­ge­schich­te, Anthro­po­lo­gie u.a. Wis­sen­schafts­zwei­gen in Ver­bin­dung. Dar­aus ent­stan­den zahl­rei­che Ver­öf­fent­li­chun­gen und meh­re­re Tagun­gen, die auf die Initia­ti­ve von Dr. Lud­wig Janus im Rah­men der Deut­schen Gesell­schaft für Psy­cho­his­to­ri­sche For­schung zurück­ge­hen.

Ludwig Janus

Die Beschäf­ti­gung Trau­ma­prä­ven­ti­on soll dazu bei­getra­gen, das The­ma Geburts­trau­ma zu ent­ta­bui­sie­ren. Akti­vi­tä­ten sol­len hel­fen, Psycho-Trau­ma­ta vor/während und nach der Geburt (von Mutter/Kind/Familien) zu ver­mei­den.

Maß­nah­men und Akti­vi­tä­ten unter­stüt­zen und die­nen dazu, dass Mütter/ Kinder/ Väter/ Fami­li­en nicht nur phy­sisch son­dern auch psy­chisch mög­lichst gesund durch eine Geburt gehen und aus ihr her­aus­tre­ten kön­nen.

Dem­nächst für Öster­reich:  Ange­bo­te rund um das The­ma Geburts­trau­ma

Judith Raunig

Prof. Dr. Otwin Lin­der­kamp und sei­ne Kol­le­gin Mari­na Mar­co­vic führ­ten in den 80-er Jah­ren die bezie­hungs­ge­lei­te­te Früh­ge­bo­re­nen Pfle­ge ein und prak­ti­zier­ten sie erfolg­reich. Die „gebo­re­nen Unge­bo­re­nen“ — wie es Dipl. Psych. Sabi­ne Schlotz sie nennt – ent­wi­ckeln sich bes­ser mit weni­ger Schä­di­gun­gen, wenn das Zu früh­ge­bo­re­ne Baby so oft wie mög­lich auf der Brust der Mut­ter, des Vaters usw. lie­gen kann und Nähe, Wär­me und Lie­be von der Bezie­hungs­per­son erfährt, die sie zu früh ver­las­sen haben. Das Anlie­gen ist das Wis­sen der prä­na­ta­len Psy­cho­lo­gie und der vor­ge­burt­li­chen Bin­dungs­för­de­rung (Bin­dungs­ana­ly­se) den Eltern, die von Früh­ge­burt­lich­keit bedroht sind oder ein Kind zu früh gebo­ren haben, wei­ter­zu­ge­ben, damit die­se ihr Kind vor die­sem Hin­ter­grund best­mög­lich unter­stüt­zen und in sei­ner psy­chi­schen und kör­per­li­chen Ent­wick­lung för­dern kön­nen und die Fol­gen der frü­hen Geburt mög­lichst gering zu hal­ten. Wei­ter­bil­dung für Fach­per­so­nen auf Anfra­ge.

Dipl. Psych. Sabine Schlotz/Weller

Geschwis­ter-Scholl-Weg 22,
71111 Wal­den­buch

Als lang­jäh­ri­ge Haus­ge­burts­heb­am­me möch­te ich mei­ne Erfah­run­gen aus der außer­kli­ni­schen Tätig­keit (Frei­be­ruf­lich­keit) in der Betreu­ung der Schwan­ge­ren, der Müt­ter in den Stun­den ihrer Nie­der­kunft und dann im Wochen­bett zusam­men mit ihrem klei­nen- Neu­ge­bo­re­nen- ein­brin­gen.

Das heu­ti­ge Tätig­keits­feld der Heb­am­men fin­det vor allem in Kli­ni­ken statt. Dadurch wird ver­mehrt ein geburts­me­di­zi­ni­sches Hand­ling gelehrt, wel­ches in die Mut­ter-Kind Dya­de ein­greift mit gra­vie­ren­den Fol­gen für das klei­ne unge­bo­re­ne Kind. 

Dabei fin­det  prä­na­tal­psy­cho­lo­gi­sches und psycho-soma­ti­sches Wis­sen die Schwan­ger­schaft, die Nie­der­kunft bzw. Geburt betref­fend beson­de­re Beach­tung.

 Die Arbeit der Heb­am­me reicht bis in den Anfang der Mensch­heits­ge­schich­te zurück. Vie­les in ihrem Tun ist zeit­los, wei­ter­ge­ge­ben über Gene­ra­tio­nen.

Sie war Bera­te­rin – auch bei uner­füll­tem Kin­der­wunsch – (und stand) beglei­te­te die Frau­en in den Mona­ten der Schwan­ger­schaft, und stand den Müt­tern in den schwe­ren Stun­den der Nie­der­kunft mit ihrem Wis­sen und Kön­nen bei. Sie beglei­te­te die Wöch­ne­rin in (den ers­ten Tagen) der ers­ten Zeit des Wochen­bet­tes, half ihr. bei’m Umgang mit dem Neu­ge­bo­re­nen, und küm­mer­te sich um das klei­ne Kind, wenn es beson­de­rer Auf­merk­sam­keit bedurf­te. Und sie trös­te­te in Fäl­len von zu früh gebo­re­nen und ver­stor­be­nen Kin­dern.

Jedoch hat sich im Lau­fe der Zeit auch die Art und Wei­se des Gebä­rens geän­dert, zum Scha­den der Geburts­kul­tur. Wir müs­sen den Weg zurück in die  Geburts­hil­fe fin­den dort, wo es kei­ne medi­zi­ni­schen Hil­fe braucht.

 Der außer­kli­nisch aus­ge­üb­te Heb­am­men­be­ruf eig­net sich ‑hier- beson­ders für einen Para­dig­men­wech­sel im Umgang mit der Mut­ter und ihrem unge­bo­re­nen klei­nen Kind. Wir haben eine ein­ma­li­ge Chan­ce, den Müt­tern zu einem neu­en Blick auf ihren Kör­per, ihr See­len­le­ben, und auf ihr klei­nes Kind und sein See­len­le­ben zu ver­hel­fen. 

Die­se ganz ande­re Art vor­ge­burt­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem klei­nen Kind­chen, das sie unter ihrem Her­zen tra­gen, emp­fin­den die Müt­ter als sehr erfül­lend und stär­kend. Sie wer­den bestä­tigt in der Über­zeu­gung, die­ses Kind gut gebä­ren zu kön­nen. Das klei­ne Kind wie­der­um ist sich der Unter­stüt­zung sei­ner Mama gewiss, und kann so den Weg in das Leben drau­ßen mit Ver­trau­en auf die Hil­fe der Mut­ter antre­ten.

Eva-Maria Müller-Markfort

Dipl. Heb­am­me & Prä­na­tal­psy­cho­lo­gin
Wall­str. 17, 59227 Ahlen

Dozen­tin, Aus­bil­dung in prä­na­ta­ler Mut­ter-Kind Bin­dung, “Traum­rei­sen…”

Die ISPPM Schweiz ist ein eigen­stän­di­ger Ver­ein. Eine Dele­gier­te der AG-PPP Schweiz ver­tritt die Schweiz als Län­der­ver­tre­tung bei der ISPPM e.V..

Ihre Auf­ga­be ist es, die zen­tra­len The­men und Anlie­gen aus der prä- und peri­na­ta­len Psy­cho­lo­gie und Medi­zin unter­ein­an­der zu dis­ku­tie­ren und auf die natio­na­len und loka­len gesell­schaft­li­chen Gege­ben­hei­ten der Schweiz anzu­pas­sen und zu ver­brei­ten.

Die ISPPM Schweiz ver­folgt fünf Zie­le:

  1.  Die ein­zel­nen Mit­glie­der aus der Schweiz sol­len mit­ein­an­der in Ver­bin­dung gebracht wer­den. Es soll der Auf­bau eines Netz­wer­kes geför­dert wer­den bestehend aus Leu­ten, die ver­traut sind mit den loka­len gesund­heits­po­li­ti­schen und gesell­schaft­lich-kul­tu­rel­len Gege­ben­hei­ten der Schweiz.

  2.  Die lan­des­ei­ge­nen Erfah­run­gen sol­len in die ISPPM e.V. ein­ge­bracht und dort dis­ku­tiert wer­den. Dar­aus kön­nen neue Zie­le ent­wi­ckelt und wie­der­um Akti­vi­tä­ten im euro­päi­schen oder lan­des­ei­ge­nen Kon­text umge­setzt wer­den.

  3.  Die Arbeits­grup­pe Schweiz sucht den Aus­tausch mit den ande­ren Län­der­grup­pen inner­halb der ISPPM e.V.

  4.  Die Arbeits­grup­pe Schweiz steht in stän­di­gem Aus­tausch mit der ISPPM Schweiz. Hier der Link zu deren Web-Sei­te: www.isppm.ch

  5.  Die Arbeits­grup­pe Schweiz ver­netzt sich mit ande­ren Ver­ei­nen mit prä- und peri­na­ta­lem Hin­ter­grund, wie zum Bei­spiel der GAIMH.

Die Zie­le der ISPPM e.V., der ISPPM Schweiz und der GAIMH sind sehr ähn­lich. Allen geht es um die Anlie­gen der Schwan­ge­ren Frau­en und der Fami­li­en mit klei­nen Kin­dern. Dass prä- und peri­na­ta­le Sicht­wei­sen dabei mit­ge­dacht wer­den, ist seit den Jah­res­ta­gun­gen 2015 in Zürich und 2018 in Kreuz­lin­gen auch im Fokus der GAIMH. Seit 2017 gibt es eine akti­ve Arbeits­grup­pe für prä­na­ta­le Psy­cho­lo­gie und Medi­zin inner­halb der GAIMH.

Ursula Gehre-Staffiero

Gemein­schafts­pra­xis Geh­re
Cra­ni­o­sa­cral­the­ra­pie & inte­gra­ti­ve Baby­the­ra­pie
Zürich­stras­se 135
CH-8910 Affol­tern am Albis

Dr. med. Antonia Stulz-Koller

Spe­zi­al­ärz­tin FMH für Kin­der- und Jugend­psych­ia­trie und Psy­cho­the­ra­pie
Pra­xis Arterstras­se
Arterstras­se 24
8032 Zürich

Arbeits­ta­ge: Mo, Di, Mi

Die zen­tra­len Fra­gen sind:

  • Vor wel­chen Her­aus­for­de­run­gen ste­hen Väter, wenn ihre Frau­en und Babys emo­tio­nal belas­ten­de Gebur­ten erlebt haben?
  • Wel­chen Ein­fluss hat der Vater, um die Erfah­run­gen rund um die Geburt posi­tiv zu beein­flus­sen?

Psy­cho­trau­ma­ta im Zusam­men­hang mit Gebur­ten sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­stärkt bei Fach­per­so­nen und der brei­te­ren Öffent­lich­keit in das Bewusst­sein getre­ten und haben in den Grund­zü­gen eine drin­gend not­wen­di­ge Beach­tung erfah­ren. Der Fokus rich­te­te sich aller­dings über­wie­gend auf die Babys und Müt­ter – die Väter blie­ben bis­lang weit­ge­hend unbe­ach­tet.

Der Vater hat jedoch eine sehr bedeut­sa­me Rol­le, wenn Frau­en und Babys emo­tio­nal belas­ten­de Gebur­ten erlebt haben: Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass die Dun­kel­zif­fer der Män­ner, wel­che die Geburt des eige­nen Kin­des als gewalt­sam und als eine exis­ten­zi­el­le Gefahr für ihre Frau und das Baby erlebt haben, sehr groß ist. Die­se Väter fühl­ten sich wäh­rend der Geburt in der Situa­ti­on hilf- und macht­los. In eini­gen Pha­sen der Mensch­heits­ent­wick­lung war der Mann zustän­dig, die Fami­lie in her­aus­for­dern­den Situa­tio­nen zu beschüt­zen. Durch die erleb­te Hilf­lo­sig­keit kommt der Mann somit in eine Situa­ti­on, die sich mit sei­ner evo­lu­tio­nä­ren und gesell­schaft­li­chen Rol­le nicht ver­ein­ba­ren lässt: Er ist sei­ner Auf­ga­be, Frau und Kind zu beschüt­zen, nicht aus­rei­chend nach­ge­kom­men.

Dies kann zu einem Gefühl von Ohn­macht und Scham füh­ren, man­che Män­ner sind in der Fol­ge nicht mehr in der Lage, über die Geburt zu spre­chen und ver­drän­gen die Erleb­nis­se. Die eige­nen Bedürf­nis­se und die Bedürf­nis­se von Frau und Kind nach einer emo­tio­nal belas­ten­den Geburt wer­den nicht mehr adäquat wahr­ge­nom­men und/oder der Mann ist nicht im Stan­de, auf die­se in einem aus­rei­chen­den Maßen ein­zu­ge­hen.

Es wer­den Ideen und Maß­nah­men ent­wi­ckelt, um Väter in ihrer wich­ti­gen Rol­le zu unter­stüt­zen.

Kon­takt: Swen Gals­ter swen.galster@gmail.com

Swen Galster

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