Rundbrief
Juni 2026
Liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte,
zu Beginn berichten wir zu den anstehenden Fachtagungen. Ganz aktuell steht die Tagung der Bindungsanalyse unmittelbar bevor, gefolgt von der Psychohistorientagung. Vielleicht entscheiden Sie sich kurzentschlossen und spontan teilzunehmen.
Es wird ein großer internationaler Kongress mit online Vor- und Nachprogramm von unseren Vizepräsidenten zusammen mit einer Hebamme und einer Universität in Istanbul veranstaltet. Und auch unsere Jahrestagung lädt mit einem neuem Konzept und individueller Struktur zu einem lebendigen Fachaustausch ein. Weitere Tagungen folgen.
Im Mittelteil berichten wir über Aktivitäten zu den Kinderrechten und zur aktuellen Situation der Hebammen in Europa. Es ist zur Zeit wichtig, den Abbau der Hebammenzuständigkeit zu stoppen und die Qualität des Hebammenberufes zu erhalten und zu sichern.
Unter Vereinsinternes finden Sie die nächsten Netzwerktreffen, unseren neuen ISPPM Flyer. Unmittelbar nach unserem Mai Rundbrief ist die erste Ausgabe des ISPPM Online Journal für Pre- and Perinatal Psychology and Health erschienen. Ein Jahr nach dem Tod von Mit-Initiator Prof. Dr. Otwin Linderkamp war die Veröffentlichung durch den wissenschaftlichen Beirat und Swen Galster möglich! An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken.
Die nächste Ausgabe ist in Vorbereitung. Die langen Abende laden Sie vielleicht zum Lesen und Stöbern ein. Der Sommer soll passend zum Sommeranfang tatsächlich eintreffen. Vor der Sommerpause im August werden wir für Juli einen weiteren Rundbrief senden.
Meet & Greet zum Thema ‘Der Kinderrechte-Index 2025 — Wo stehen die Bundesländer? ‘am 17.06.26
Am 17.06.26 von 15–16 Uhr findet ein Online-Meeting statt, zu dem das Netzwerk Kinderrechte einlädt.
Im Meet & Greet stellt das Deutsche Kinderhilfswerk den Index vor. Erläutert werden die Entwicklung und Erarbeitung des Index, zentrale Ergebnisse und daraus resultierende politische Schlussfolgerungen. Im Anschluss können Potenziale, Grenzen und Nutzen des Instruments diskutiert und einzelne Themen vertieft werden.
Siehe hier die Einladung des Netzwerkes Kinderrechte
Tagung Bindungsanalyse 19.–21.06.26
9. Bindungsanalysetagung zu dem Thema: Von Anfang an verbunden — die Kraft der vorgeburtlichen Beziehung
Diese Tagung ist nicht um den 9. Monat der Schwangerschaft zentriert, eher um alles, was dem Kind innen seit und mit der Verbindung von Samen und Ei widerfuhr. Die Entscheidung von György Hidas, dem Begründer der Bindungsanalyse neben Jenö Raffai, die Bindungsanalyse als präventive Methode sei eine „kopernikanische Wende“, ist nach wie vor stimmig.
Die Bindungsanalyse als präventive Methode stellt das intrauterine Kind in den Mittelpunkt und begleitet es in seinem Raum hilfreich. Es galt den beiden Erfindern nicht, dem Wissen neue Theorien hinzuzufügen. Die Sprache dieser Methode konnte so nicht die der exakten Wissenschaften sein, die allein der Erwachsenenwelt zugehört.
Sie konnte nur in großer Offenheit für frühere und neue Innenbewegung in der Schwangerschaft in Mutter und Vater des neuen Wesens entstehen. Ein Bindungsanalytiker hilft dabei, die Offenheit zu erhalten. Immer wieder hören wir aus Bindungsanalysen, wie das Baby an einem Finger die Mutter zu sich in seinen Lebensraum zieht und sie beglückt bei ihm ist, auch wenn sie sich unvermutet ganz winzig fühlt gegenüber einem großen Kind. Eine Mutter, ein Vater können sich befreunden mit ihrem Baby und seine Bewegung als Körpersprache wahrnehmen. Sie können für das Kleine da sein als Hilfe aus ihrer Sicht des Lebens. Das Baby trägt es ihnen gern an und möchte sich gehalten und geliebt fühlen. Doch in ihm sind noch viele andere Stimmen seines Erbes wie in jedem Menschen, die es in seinem Leben in sich bewegt.
Der Verein Bindungsanalyse lädt herzlich ein, auf der Tagung dieser Vielstimmigkeit des menschlichen Lebens nachzugehen und die Kraft des intrauterinen Kindes zur Bindung in neuer Weise zu achten.
Preise siehe Flyer, Anmeldung: www.bindungsanalyse.de/aktuelles/
Online-Jahrestagung der GPPP, 27.–28.06.26
Thema: Kriege verstehen — und was man gegen sie tun kann
Steht der „Albtraum der Geschichte“ mit der ungeheuerlichen Gewalt in den gesellschaftlichen Strukturen und der Aufeinanderfolge von Kriegen in einer Wechselwirkung mit den ebenso ungeheuerlichen Gewaltaspekten in den Eltern-Kind-Beziehungen im Verlaufe der Geschichte, also dem „Albtraum der Geschichte der Kindheit“, wie er im Rahmen der Psychohistorie in den letzten Jahrzehnten erforscht worden ist?
Die Antwort der Psychohistorie, der Erforschung der psychologischen Aspekte im geschichtlichen Geschehen, ist ein eindeutiges „Ja“, wie es in dem Buch „Das emotionale Leben der Nationen“ von dem Begründer der modernen Psychohistorie Lloyd deMause und ebenso in den Tagungsbänden der „Gesellschaft für Psychohistorie und politische Psychologie“ in Deutschland zusammenfassend dargestellt wurde (www.psychohistorie.de, www.mattes.de).
Durch die Zusammenführung verschiedener Forschungsfelder, wie insbesondere der Erforschung der lebensgeschichtlichen Entwicklung des menschlichen Gehirns und der damit in Wechselwirkung stehenden seelischen Entwicklung, können wir heute diese dunklen Schattenseiten des in seiner Art so erfolgreichen kulturschaffenden Primaten Homo sapiens besser verstehen.
Galt in der Geschichte der Krieg sogar als kulturelle Institution, dann später als schicksalhaft hinzunehmende Heimsuchung und in den letzten Jahren immer offener als gesellschaftliches Verbrechen, so verbindet sich damit ein zunehmendes Verständnis, dass Kriege von einzelnen Personen und gesellschaftlichen Gruppen in einer heute verstehbaren Konfliktdynamik initiiert werden. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei, dass durch die Geburt in einem Zustand der neurologischen Unreife und die damit verbundene Abhängigkeit von den Sozialisationsbedingungen früheste beeinträchtigende Traumatisierungen eine große Rolle spielen und die emotionale Persönlichkeitsreife von Einzelnen und auch von ganzen gesellschaftlichen Gruppen zutiefst beeinträchtigen können. Diese Traumatisierungen führen dann dazu, dass Konflikte sehr rasch nur durch Gewalt lösbar erscheinen, was auf der gesellschaftlichen Ebene dann Krieg bedeutet.
Dieses neue und erweiterte Verständnis der Psycho- und Soziodynamik von Kriegen wird auf der Tagung in einzelnen Schritten dargestellt und erläutert.
Preise und weitere Infos hier
Kongress “Hand in Hand für respektvolle Geburt: physiologisch — psychologisch — einfühlsam — sicher” 9.–11.10.26
Wir freuen uns, den 2. internationalen interdisziplinären Kongress „Hand to Hand for Respectful Birth“ anzukündigen, er findet vom 09.–11.10.26 in Istanbul statt. Organisiert wird er von der ‘Hand in Hand for Birth Association’, dem türkischen unabhängigen Hebammenverband, der ISPPM, APPAH, Prenatal Alliance und der Prenatal Sciences Partnership.
Präsenzveranstaltung vom 09. bis 11. Oktober 2026, Fatih Sultan Mehmet Vakif University, Halic Campus, Istanbul, Türkei.
„Online-Programm“ – September – Oktober – November 2026, jeden Montag und Donnerstag. Das vollständige Programm wird in Kürze bekannt gegeben…
„Kongressvorsitzende“ Dr. Hakan Coker, Gynäkologe, Hebamme Neslihan Sebik, Geburtspsychologin Nese Karabekir.
Dieser interdisziplinäre Kongress bringt Geburtshelfer, Hebammen, Geburtspsychologen, pränatale Psychologen, Doulas, Geburtsvorbereiter und Forscher zusammen, um physiologisch fundierte, mitfühlende und evidenzbasierte Modelle der Geburtsbetreuung zu erörtern.
Wir konzentrieren uns auf humanistische Geburtshilfe, traumainformierte Ansätze und bessere Ergebnisse für die Mütter durch respektvolle Praktiken.
„Hauptredner und Gastredner“ aus der Türkei und dem Ausland, sie werden klinische Fälle, Forschungsergebnisse und innovative Versorgungsmodelle vorstellen.
Das Programm umfasst wissenschaftliche Sitzungen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Networking-Möglichkeiten sowohl vor Ort als auch online.
Anmeldung:
Frühbucherpreis: 150 € bis zum 15. Juli
Regulärer Preis: 300 €
Die Anmeldegebühr gilt für die Teilnahme, sowohl online als auch vor Ort. Es ist keine separate Anmeldung für die Online-Teilnahme erforderlich. Sie haben nach dem Kongress 3 Monate lang Zugriff auf die Videoaufzeichnungen.
Unsere Website befindet sich bezüglich der Tagung derzeit im Aufbau. Alle Informationen zur Anmeldung, zur Unterkunft und zum Programm werden in Kürze per E‑Mail bekannt gegeben.
ISPPM Tagung 30.10. — 01.11. 2026 in Stolpen “Bindungshormon Oxytozin”
Zwischen Chance zur Bindungsförderung und Missbrauch als Geburtsintervention
Für die Oxytozin-Tagung wurde ein neues Konzept entwickelt: die Referenten sprechen und diskutieren zu den verschiedenen fachlichen Aspekten von Oxytozin in der Struktur von Symposien. Durch diese lebendige Form wird der Austausch, das Erleben und Informationen leicht und aktiv zugänglich. Die Tagung wird online übertragen, eine aktive Teilnahme der Onlineteilnehmer ist nicht möglich. Das Programm entnehmen Sie dem Flyer, es können sich noch ggf. kleine Änderungen ergeben. Und hier zum Inhalt:
Oxytozin ist ein Schlüsselhormon unseres neurotropen Systems, das ganz wesentlich in zentrale Bereiche unserer sozialen Kompetenz, unserer Bindungs- und Liebesfähigkeit, der Sexualität, der Schmerzregulation und anderer wichtiger Funktionen unseres Körpers regulierend und harmonisierend eingreift. Oxytozin ist ein Botenstoff der Liebe, des Glücks, der Bindung, der Nähe und des Friedens. Es gibt viele Gründe, dieses Hormon zu schützen.
Oxytozin ist aber auch ein wichtiges Hormon bei der Regulation der Geburt. Es sorgt in der Austrittsperiode für einen straffen Muskeltonus der Gebärmutterwand, an dem sich das Kind
herausbewegen kann. Es nimmt der Gebärenden den Geburtsschmerz und macht das eigentlich Unerträgliche erträglich. Es sorgt nach der Geburt für die Kontraktion der Gebärmutter und verhindert damit Nachblutungen. Es festigt die Bindung zwischen Mutter und Kind und ermöglicht das
Stillen.
Leider wurden und werden die kontraktionsfördernden Eigenschaften des Oxytozins auch als Geburtsintervention missbraucht, um Wehen auszulösen und den Geburtsprozess zu
beschleunigen. Dabei wurden die hochempfindlichen Mechanismen der Oxytozinausschüttung und die Gefahr einer Herunterregelung des Rezeptorsystems bei Mutter und Kind trotz seit Jahrzehnten vorhandener Datenlage unterschätzt – mit schwerwiegenden Folgen für Bindung und Stillen.
Die 38. Jahrestagung der ISPPM richtet sich an alle in der Psycho- und Körpertherapie, der Bindungsförderung und in der Geburtshilfe tätigen Berufsgruppen. Sie widmet sich ganz den
vielfältigen Aspekten der Nutzung als bindungsförderndes Hormon und des Missbrauchs einer wichtigen Ressource unserer körperlichen, psychosozialen und sexuellen Gesundheit.
In Kürze kann man sich über unsere homepage anmelden.
Heidekongress — Webinare
Aus der besonderen Atmosphäre und der inspirierenden Dynamik des 1. Heidekongresses ist etwas Neues gewachsen:
die Heide-Kongress Webinare
Was dort begonnen hat, wird nun weiter geführt: kontinuierlich und vertiefend.
Die Heide-Kongress Webinare werden zu einer leicht zugänglichen, weit reichenden, lebendigen und kontinuierlichen Bildungsplattform für alle, die wichtige Impulse aus
Wissenschaft und Praxis gemeinsam weiterdenken und in die eigene Praxis tragen wollen.
In Zukunft finden 5–6x jährlich Webinare statt – intensiv, persönlich und praxisorientiert.
Webinarangebote siehe hier / Anmeldung siehe hier
Forum Frühgeborene: Online Fachtagung ‘Ernährung von Frühgeborenen’
Am 26. und 27. September 2026 erwarten Sie Impulsvorträge , Diskussionsrunden, Workshops und ein World Café
Ernährung ist so viel mehr als das bloße Verabreichen von Nahrung. Einfühlsamer und reflektierter Umgang mit Frühgeborenen während der intensivmedizinischen Akutphase kann maßgeblich dazu beitragen, dass vor allem anfangs sehr unreife Kinder eine gesunde Haltung zum Thema Essen entwickeln. Erfahrungen aus der Praxis zeigen aber auch, wie störanfällig diese sensible Anfangsphase ist und welche langfristigen belastenden Konsequenzen daraus erwachsen können.
Gemeinsam wollen wir im interdisziplinären Austausch beleuchten, was wir schon wissen, was wir besser machen können, welche Form der Aufklärung und Sensibilisierung des sozialen Umfeldes notwendig ist, welche nachteiligen Langzeitfolgen aus anfänglichen belastenden Situationen entstehen und wie diese überwunden werden können.
Weitere Informationen siehe Flyer. Flyer siehe hier
Vorstandsmitglied Martina Takacs bei der Perinatus-Stiftung in Budapest
Martina Takacs besuchte am 9. Mai die Perinatus Stiftung, hier ihr Bericht:
Im Mai hatte ich die Freude, die Perinatus Stiftung in Budapest, Ungarn, zu besuchen, um Best Practices und einen systematischen Überblick über das deutsche perinatale Versorgungssystem vorzustellen. Im Mittelpunkt standen zentrale Säulen der Familienunterstützung in Deutschland – darunter das Hebammenwesen, die Schreibabyambulanz, die Frühen Hilfen, das Hilfetelefon sowie die Babylotsen. Die Teilnehmenden – Psycholog:innen, Berater:innen und integrative Babytherapeut:innen, die eng mit Familien in perinatalen Lebensphasen zusammenarbeiten – bereicherten die Diskussion mit vielfältigen Fachperspektiven. Wir tauschten uns intensiv über Best Practices aus und erkundeten gemeinsam Möglichkeiten für eine zukünftige Zusammenarbeit. Dieser Besuch fand im Rahmen eines Erasmus+ Projektes statt.
Mehr Informationen über die Stiftung erhalten Sie hier.
International Roundtable for Human Rights in Childbirth – IPOV Meeting, 5. Juni 2026
Vorstandsmitglied Martina Takacs nahm am Runden Tisch für Menschenrechte bei der Geburt teil, hier ihr Bericht:
Am 5. Juni hatte ich die Gelegenheit, am International Roundtable for Human Rights in Childbirth – IPOV Meeting teilzunehmen, einer bereichernden Online-Veranstaltung, die Expert:innen aus aller Welt zusammenbrachte – darunter aus Italien, Spanien, Argentinien, Norwegen, England und Uruguay. Die Fachteams teilten ihre Ansätze im Umgang mit obstetric violence und stellten Best Practices für die interdisziplinäre Fortbildung von Kolleg:innen im Gesundheitswesen vor. Es war inspirierend, die Vielfalt der Perspektiven zu erleben, und die Veranstaltung bot wertvolle Einblicke, wie verschiedene Länder daran arbeiten, Menschenrechte rund um die Geburt zu stärken.
Weitere Informationen (in englisch) über die IPOV siehe hier
offener Brief an das EU Parlament von europäischen Verbänden für die Überarbeitung der Standards für den Hebammenberuf
Nach den einschränkenden Maßnahmen in der Türkei, Griechenland, Deutschland und Polen und da die letzte Überarbeitung viele Jahre her ist, haben Berufsverbände der Hebammen aus ganz Europa einen offenen Brief an das EU Parlament und Präsidentin Frau von der Leyen geschrieben.
Es geht um den Erhalt der Hebammenarbeit und ihrem Kompetenzbereich, welche nach vielen Jahren auf die Gegebenheiten der jetzigen Zeit aktualisiert werden muss.
Lesen Sie hier den ausführlichen, detaillierten Brief…
Zusammen mit Vertretern von GreenBirth schreiben wir eine Stellungnahme zum neuen Hebammenhilfevertrag, der am 1.11.25 in Kraft trat. Neben Verbesserungen in einigen Bereichen z.B. für die Hausgeburtshebammen, ist die Versorgung in der Vor- und Nachsorge und der Beruf der Beleghebamme eingebrochen und stark gefährdet. Da Beleghebammen zwischen 30–40 % Verdienstverluste haben, sind sehr viele in die Anstellung gewechselt.
Ein Tagesschau-Bericht vom 29.11.2025 über den neuen Hebammenhilfevertrag und die Konsequenzen:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/hebammen-studie-existenzaengste-100.html
Durch unermüdlichen Druck und monatelange, intensive Gespräche mit dem GKV-Spitzenverband sowie mit Unterstützung der Politik konnte der Deutsche Hebammenverband einige wichtige Verbesserungen für die Belegteams erzielen. Hier können Sie die Pressemitteilung des Hebammenverbandes vom 16.03.2026 lesen.
Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V. sucht neue Kursleitung
Die GfG sucht in der Beratungsstelle in München eine neue Kursleitung:
Kursleiter*in (w/m/d) auf Honorarbasis für Rückbildungs- & Neufindungskurse
Gewünscht sind:
- Abgeschlossene Weiterbildung zur GfG-Rückbildung/Neufindung-Kursleitung
- erste Erfahrung als GfG-Rückbildung-Neufindung Kursleiterin
- Zeit für einen oder mehrere Kurse pro Woche
Netzwerktreffen
Für alle, die nicht dabei sein konnten — die Aufnahme des Netzwerktreffens mit Franz Renggli zum Thema “Unsere frühesten Verletzungen“ ist jetzt als Video verfügbar
02.07.26, 19 h CET
Prof. Dr. Sven Hildebrandt:
Die Begleitung der Schwangeren im Geburtszeitraum–eine Herausforderung an Kompetenz, Sorgfalt und Geduld
Die Rate von künstlich eingeleiteten Geburten liegt in Deutschland inzwischen bei deutlich über 20 % und nimmt kontinuierlich zu. Ein sehr großer Teil dieser Geburtseinleitungen erfolgt wegen des erreichen eines bestimmten Schwangerschaftsalters und ist damit medizinisch nicht hinreichend indiziert. Damit gehört dieses Problem zu den wichtigsten Herausforderungen der modernen Geburtshilfe und ist zugleich einer der größten Risikofaktoren.
Der Referent setzt sich ausführlich mit den Ursachen der hohen Einleitungsrate, mit falsch verstandener Wissenschaftlichkeit, mit den Gefahren dieser Praxis und mit möglichen Auswegen auseinander. Ausführlich geht er auf Strategien zur Vermeidung unnötiger Geburtseinleitungen und auf die Sicht der pränatalen Psychologie auf dieses Problem ein.
Für Mitglieder frei, Nichtmitglieder zahlen 12€.
09.07.26, 19.00 h CET
Netzwerktreffen der deutschen Vereine für eine respektvolle Geburtskultur, Interessierte sind herzlich willkommen. Anmeldung über Büro: info@isppm.ngo
Das geplante Symposium mit L. Janus, U. Auhagen-Stephanos, W. Emerson: „Pränatalpsychologische Aspekte der künstlichen Befruchtung“ muß leider verschoben werden
16.07.26 19 h CET
Regina Bücher: Die ersten Tage eines Embryos und der “Somatic Blueprint”,
Die ersten Tage eines Embryos prägen die gesamte weitere Entwicklung. In unserem Zellgedächtnis ist alles gespeichert. Die Prägung ist wie ein Schleier, durch den wir uns, unser Leben und die Welt wahrnehmen.
Doch unter diesem „Schleier“, noch tiefer im Körpergedächtnis als die Prägung, ist unser gesundes Urmuster, der Somatic Blueprint. Im Inneren haben wir ein tiefes Wissen unserer Gesundheit.
Bei diesem Netzwerktreffen geht es um den Zusammenhang zwischen Prägung und Gesundheit, beginnend in den ersten Tagen eines Embryos.
Gleichzeitig handelt es sich hierbei um einen kleinen Einblick in das Fundament der „Integration prä- und perinataler Erfahrungen“ in der Tradition Ray Castellino´s.
Für Mitglieder frei, Nichtmitglieder zahlen 12€.
28.07.26, 19 h CET
Netzwerktreffen der internationalen Vereine rundum Schwangerschaft und Geburt, Interessierte sind herzlich willkommen (in englischer Sprache). Anmeldung für Interessierte über: info@isppm.ngo
Flyer im neuen Design
Die Flyer im neuen Design sind da. Die Texte wurden überarbeitet und aktualisiert und an das Design der neuen Webseite angeglichen — zusammen mit der ISPPM Schweiz. Teilen Sie uns gerne mit, wenn Sie Flyer auszulegen und die Möglichkeit haben, diese zu verteilen. Mail mi gewünschter Stückzahl und Adresse an: elfi.elliot@isppm.ngo
ISPPM Online Journal ‘Pre- and Perinatal Psychology and Health’ ist in die Welt gekommen
Die erste Ausgabe des neuen Journals mit den Vorgängern der Jahrbücher und internationales Journal der Prä- und Perinatalen Psychologie und Medizin ist Anfang Mai veröffentlicht worden! Die 2. Ausgabe ist in Vorbereitung. Wenn Sie als Autor*in einen Artikel im European Journal of Prenatal and Perinatal Psychology and Health (ejppph) veröffentlichen möchten, senden wir Ihnen gerne das Template zu.
Für ISPPM Mitglieder liegt die Publikationsgebühr bei 100,00 € (statt 200,00 € für Nicht-Mitlgieder).
Hier ist der Link, unter dem Sie sich registrieren können:
https://journal.isppm.ngo/index.php/EJPPPH/de/user/register
UND IN EIGENER SACHE:
Viele haben bisher das Jahrbuch in Höhe von 25€/Jahr zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag dazu gebucht.
Nun gibt es das ISPPM Online Journal. Dies löst das Jahrbuch ab. Artikel werden jetzt im Journal veröffentlicht. Auf Anfrage werden wir zum Jahresende eine Druckversion sämtlicher veröffentlichten Artikel des Journals eines Jahres versenden.
Nachdem wir letzte Woche eine gesonderte Mail diesbezüglich gesendet haben, möchten wir auch an dieser Stelle fragen, ob Sie 25 € jetzt für die Finanzierung des Journals geben möchten.
Bitte antworten Sie uns bis zum 20.06.26. Wenn Sie bis zu diesem Tag nicht widersprochen haben, gehen wir von einer Zustimmung aus. Wenn Sie das neue Journal anspricht, sind Sie herzlich eingeladen, sich mit 25 € an der Erstellung zu beteiligen.
ISPPM Schweiz am Hebammenkongress
Hier der Bericht der ISPPM Schweiz:
Die ISPPM Schweiz war dieses Jahr mit einem eigenen Stand am Hebammenkongress vertreten. Für uns war dies eine wertvolle Gelegenheit, mit Hebammen und weiteren Fachpersonen ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu pflegen und neue Verbindungen zu knüpfen.
Wir durften viele interessante Begegnungen erleben und unsere Arbeit, sowie die Anliegen der ISPPM Schweiz, einem engagierten Fachpublikum vorstellen. Besonders erfreulich war das grosse Interesse an den Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, frühe Entwicklung und die langfristige Bedeutung prä- und perinataler Erfahrungen.
Der Kongress hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der interdisziplinäre Austausch ist und wie groß das Interesse an einer ganzheitlichen Sicht auf Schwangerschaft, Geburt und frühe Kindheit ist. Ganz besonders war das Publikum an unserem neusten Projekt dem Hilfetelefon interessiert und hat großen Anklang gefunden.
Wir werden sicher nächstes Jahr wieder teilnehmen um ISPPM Schweiz bekannter zu machen.
Homepage: Neue Therapeutenseite
Auch die Therapeutenwebseite ist an das neue Design angepasst worden. Um die Inhalte auf aktuellen Stand zu bringen, werden die bisherigen Einträge inaktiv gesetzt. Für das weitere Vorgehen informieren wir Sie rechtzeitig.
Mother Hood’s Kampagne: ‘Kristellern vermeiden’
Bei Mother Hood taucht ein Thema immer wieder auf – mit einer Dringlichkeit, die nun nicht mehr ignoriert wird: das Kristellern.
Mother Hood holt diesen viel zu häufigen medizinischen Eingriff aus dem Verborgenen der Kreißsaal-Routine und widmen ihm eine eigene Kampagne: „Kristellern vermeiden”.
Aber der Verein ist nicht nur online unterwegs: Diese Woche war Mother Hood persönlich im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und hat auch das Kristellern thematisiert. Dabei machten sie deutlich: Das Kristellern ist für viele betroffene Mütter geburtshilfliche Gewalt, gegen die auch das BMG etwas unternehmen muss.
Treffen des erweiterten Vorstandes 2027
Safe the date:
Wir laden jetzt schon ganz herzlich ein zum Meeting im nächsten Jahr: Erweiterte Vorstandssitzung: Wochenende 27. und 28. Februar 2027
Wenn Sie eine Veranstaltung ankündigen möchten, können Sie diese kostenlos in unseren Kalender eintragen! Lassen Sie die Vielfalt der Angebote auf der ISPPM Webseite sichtbar werden! Veranstaltungen, die zeitnah zum Rundbrief stattfinden, erscheinen automatisch im Rundbrief.
Wie Sie auch aus den vorherigen Rundbriefen entnehmen konnten, ist gerade im Prä- und Perinatalen Bereich viel in Bewegung, aus unserem Verständnis auf einem guten Weg. Dies ist in Anbetracht des Alltags in der Geburtshilfe dringend nötig: Schließung von Geburtsstationen, Hebammenmangel, schleppende Umsetzung der S3 Richtlinien vaginaler Geburt, Gewalt bzw. respektloser Umgang mit Schwangeren und Gebärenden u. m.
Trotz all der Herausforderungen, denen wir im Beruf und im persönlichen Leben begegnen, lassen Sie sich von dem Licht und der Sonne verwöhnen und nähren.
Mit herzlichen Grüßen aus dem Vorstand und Sekretariat
Kola B. Brönner und Elfi Elliot
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Rundbrief APPPAH Juni
Healing Heaven — APPPAH
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