Rundbrief
September 2026
Liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte,
so pünktlich wie der Sommer sich am 20. Juni einstellte und zum Entschleunigen einlud, so jahreszeitengemäß kündigt sich der Herbst an.
Wir hoffen, Sie sind wohl auf und konnten die letzten Monate zur Regeneration und Erholung nutzen, denn die kommenden Monate sind, wie meist, voller Aktivitäten.
Wir starteten mit dem Netzwerktreffen von Ursi und Steven Gehre über Babytherapie am 3. September. Das Video können Sie hier auf ISPPM Youtube Kanal ansehen. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen wurde das Video über die Arbeit mit einem Baby zu Geburtstrauma herausgenommen.
Die Netzwerktreffen im November und Dezember sehen Sie weiter unten.
Gleichzeitig begann am 3. September die Online Konferenz der 2. internationalen Konferenz für respektvolle Geburt. 3 Monate lang finden zweimal pro Woche online Vorträge von Spezialisten aus der ganzen Welt statt. Sie können sich weiterhin bei der internationalen Tagung registrieren. Alle Videos können nachträglich angeschaut werden.
Da im Oktober, 09.- 11. Oktober der internationale Kongress, bei dem die ISPPM als Partner mit organisiert, und vom 30.10. - 01.11. unsere Jahrestagung in Stolpen stattfindet, wird es in diesem Monat keinen Vortrag im Rahmen unserer Netzwerktreffen geben.
INHALTSVERZEICHNIS für diesen Rundbrief:
- Tagungen, Veranstaltungen, Workshops
- Neuerscheinungen, Forschung
- Netzwerktreffen
- Zu guter Letzt
09.- 11.10.26: Internationaler Kongress “Birth & Birth Psychology Congress”
Dieser Kongress, der mit dem neuen Format von online Vorträgen im Vor- und Nachprogramm und einer dreitägigen Präsentveranstaltung ist sehr erfolgreich gestartet! Es ist weiterhin möglich, dass Sie sich zu dieser umfassenden Veranstaltung anmelden. Alle bisherigen Vorträge und auch die Life — Vorträge im Oktober können Sie zu Hause ansehen. Hier das Vorprogramm für September (in englisch), Gesamt ‑Vorprogramm. Anmeldung unter: https://www.dogumicinelele.org/
30.10.–1.11.26: ISPPM Jahrestagung “Bindungshormon Oxytocin”
Zwischen Chance zur Bindungsförderung und Missbrauch als Geburtsintervention
Oxytocin ist eines der wichtigen Hormone während der Geburt. Auf dieser Tagung diskutieren Fachleute aus den verschiedenen Berufen rundum Geburt die vielschichtigen Aspekte des Oxytocin, welches eine entscheidende Rolle nicht nur für den physiologischen Geburtsverlauf, sondern auch für das Wohlbefinden von Mutter und Baby einnimmt. Verpassen Sie nicht dieses nach wie vor hoch aktuelle Thema! Wenn Sie nicht persönlich dabei sein können, wovon Sie am meisten profitieren, können Sie auch online teilnehmen. Hier weitere Infos
In eigener Sache: Eintrag in Therapeutenliste
Liebe Mitglieder,
wir wollen daran erinnern, dass Ihr Euch auf unserer homepage in die Therapeutenliste eintragen könnt. Wer Probleme mit der Vorgehensweise hat, meldet sich bitte im Sekretariat, bei Elfi Elliot, elfi.elliot@isppm.ngo
Anmerkung zu dem Foto, das eingefügt werden kann:
Am besten eignet sich ein klassisches Fotoformat (4:3) oder quadratisch (1:1). Wichtig ist, dass das Foto keine extreme Nahaufnahme ist, am Besten ist ein klassisches Porträt.
29.9.26: Institut f. Pränatales Denken u. Psychotherapie
Ende September startet das Institut für Pränatales Denken und Psychotherapie eine neue Veranstaltungsreihe zum Thema pränatale Bindungsanalyse. Den Auftakt macht ein Vortrag von Dr. Ágnes Somkóvi, die auch an der Konferenz in Würzburg teilgenommen hat.
Der Vortrag findet wie gewohnt online statt, daher sind die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft erneut herzlich eingeladen. Dr. Ágnes würde sich sehr über die Teilnahme der Deutschen Gesellschaft freuen.
Nachfolgend die wichtigsten Informationen zum Vortrag:
Datum: 29. September 2026, 20–22 Uhr CET
Format: Online-Vortrag auf der Plattform Zoom
Anmeldung: anmeldung.impip@gmail.com
Teilnahmegebühr für den Vortrag: 25 Euro
Der Vortrag wird aufgezeichnet und anschließend den Teilnehmern zur Verfügung gestellt. Außerdem wird der Vortrag ins Deutsche übersetzt. An dem Vortrag werden auch polnische Teilnehmer teilnehmen. Dies wird jedoch nicht daran hindern, den Vortrag in der gewählten Sprache (Deutsch) anzuhören.
2. — 4.10.26: 5. PNI Kongress 2026
In Innsbruck findet der 5. Psychoneuroimmunologie-Kongress statt. Thema ist “IM LAUF DES LEBENS — MENSCH BEWEG DICH!”
„PSYCHONEUROIMMUNOLOGIE IM LAUF DES LEBENS“
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir Gesund
heit, Krankheit und Heilung umfassender verstehen können – und welche
Konsequenzen sich dar.
Gemeinsam mit renommierten Referentinnen und Referenten aus Medizin, Psychologie, Psychotherapie und Sportwissenschaft sowie Vertretern aus Leistungssport und Kulturwissenschaft werden wir aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen diskutieren. Themen
sind unter anderem:
• die Wechselwirkungen zwischen Stress, Entzündung und körperlicher
Leistungsfähigkeit,
• der Einfluss von Bewegung auf Immunalterung und Resilienz,
• neue Erkenntnisse zur Prähabilitation und Regeneration,
• die gesellschaftskritische Sicht auf Bewegung in einer zunehmend beschleunigten und leistungsorientierten Welt.
aus für Medizin, Psychotherapie, Prävention und
Gesellschaft ergeben.
Hier kann man das vollständige Programm einsehen. Anmeldung hier
2.–4.10.26 Prenatal Consciousness Summit
Liebe Prenatal-Alliance-Community,
was können wir über die menschliche Erfahrung vor der Geburt wissen?
Diesen Oktober laden wir euch ein, am „Prenatal Consciousness Summit“ teilzunehmen – einer kostenlosen dreitägigen Online-Veranstaltung, bei der neun internationale Referenten zusammenkommen, um Themen wie pränatale Entwicklung, Psychologie, klinische Praxis, Bewusstseinsforschung, Philosophie, Kultur, Forschung, Film und Kunst zu erörtern (in englischer Sprache).
Was werden wir untersuchen? Im Laufe der drei Tage werden wir uns mit folgenden Themen befassen:
Die biologischen und entwicklungsbezogenen Grundlagen des pränatalen Lebens
Pränatale Erfahrungen, Bewusstsein und Erinnerung
Klinische und therapeutische Perspektiven
Berichte über pränatale und vorgeburtliche Erfahrungen
Unterschiedliche Interpretationen des Bewusstseins in verschiedenen Disziplinen und Kulturen
Wie Wissenschaft, Erfahrung, Philosophie und Kultur zu unserem Verständnis des frühen menschlichen Lebens beitragen können
5. — 7.11.26: Austausch u. Supervision für Therapeuten*Innen der Regressionsarbeit
Das Institut für Therapeutische Regressionsarbeit hat uns eine Einladung gesendet:
Unser Netzwerk hat sich weiter entwickelt und wir möchten ähnlich arbeitende oder an der Therapeutischen Regressionsarbeit interessierte Fachkolleg*innen ansprechen und unser Austauschnetzwerk wachsen lassen.
Wir erleben die Möglichkeiten therapeutischer Regressionsarbeit in unseren Praxen sowohl im Beratungs- und Coaching- als auch im Therapiekontext. Die immer wieder überraschende Kraft des Selbstausdrucks von Klient*innen entfaltet sich im von uns gehaltenen Resonanzraum. Wir werden regelmäßig zu Zeug*innen selbstregulatorischer Prozesse, an deren Ende die Integration belastender Lebensereignisse steht. Mit dieser Arbeit gelingt Klient*innen ein selbstbestimmter Zugang zu verschütteten Erlebnissen bis hin zu geburtlichen und vorgeburtlichen Themen.
Wir treffen uns jährlich zu Supervisionstagen in Präsenz, die wir in diesem Jahr erstmalig für Gäste öffnen und zu denen ich Sie/Euch hiermit herzlich einladen! Hier ist Gelegenheit zu persönlichem Kennenlernen, Austausch und Fallbesprechungen und es gibt ein Selbsterfahrungsangebot im Kolleg*innenkreis.
Termin: 05.–07.11.2026 in 29331 Lachendorf
Für das kommende Jahr ist außerdem eine neue Fachfortbildung in 5 Modulen geplant, für die es im Februar ein Einstiegsseminar gibt (das gleichzeitig das erste Modul ist).
Nähere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie im Anhang und auf unserer Website: www.therapeutische-regressionsarbeit.de
13.11.26: Väter und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Kinder
Über die Online-Veranstaltung ‘Väter und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Kinder’:
Wie verändert sich die Rolle des Vaters im Wandel der Generationen? Wie entsteht Bindung bereits in der Schwangerschaft und wie bringen sich Väter oder Co-Eltern aktiv ein? Welchen Platz können sie in der Geburtsbegleitung einnehmen? Gemeinsam mit unseren Referierenden widmen wir uns in unserer diesjährigen Jahresveranstaltung ganz dem Thema Väter und ihrer Bedeutung für die Entwicklung der Kinder. Wir beginnen mit einem Generationendialog über das Thema „Väter einst und jetzt“ zwischen Prof. Dr. Ludwig Janus und Frieder Pfrommer, bevor wir in eine erweiterte Podiumsdiskussion übergehen.
Referenten siehe hier / weitere Infos hier — Veranstaltung in deutsch
15.11.2026 Welt-Frühgeborenen-Tag
Der Bundesverband Frühgeborene e.V. macht aufmerksam:
Der Welt-Frühgeborenen-Tag rückt näher und in diesem Jahr gibt es eine wichtige Neuerung: Aus dem 17. November wird der 15. November!
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Welt-Frühgeborenen-Tag 2025 offiziell in ihren internationalen Kalender aufgenommen. Um Überschneidungen mit anderen offiziellen Aktionstagen zu vermeiden, findet der Welt-Frühgeborenen-Tag ab 2026 jedes Jahr am 15. November statt.
Das Datum ist neu, aber unser Anliegen bleibt dasselbe: Auf die Situation von Frühgeborenen und ihren Familien aufmerksam machen, Solidarität zeigen und uns gemeinsam für eine bessere Versorgung einsetzen.
Wir freuen uns auf eure Aktionen, eure Ideen und eure Unterstützung am diesjährigen Welt-Frühgeborenen-Tag!
20.–22.11.26 Workshop “Nabeldynamik” in Belgien
Die Nabelschnur ist unsere erste Lebensader. Sie versorgt uns mit Nahrung, verbindet uns und ist Teil unserer frühesten Beziehungserfahrungen. Doch was können uns diese ganz frühen Erfahrungen darüber lehren, wie wir später im Leben Verbindungen eingehen, uns trennen, auf andere zugehen und Beziehungen gestalten?
In diesem dreitägigen Erfahrungsworkshop wird die Nabelschnur und die Nabeldynamik aus verschiedenen Perspektiven erkundet – dabei wird Wissen mit körperlicher Erfahrung, praktischer Erkundung und Reflexion verbunden.
Gemeinsam mit Ursula Gehre und Ellen Van Hoeydonck wird inne gehalten, diesen faszinierenden Aspekt des frühesten Lebens zu erkunden und zu erleben.
Der Workshop richtet sich an Therapeuten, Fachkräfte im Gesundheitswesen und alle, die ein echtes Interesse an prä- und perinatalen Erfahrungen, sowie frühen Beziehungen haben.
Workshop-Details: 20.–22. November 2026 in Lindedreef 37, 2980 Halle (Zoersel), Belgien
Workshop-Sprache: englisch
Preis: 755 € (3 Mittagessen sind inbegriffen)
Anmeldung: ursula@gehre.ch
Neu erschienene Bücher und Rezensionsangebote
In den letzten Monaten haben wir vermehrt Anfragen erhalten, ob jemand aus unserer Gemeinschaft Interesse habe, ein neu erschienenes Buch zu rezensieren. Interessenten melden sich bitte im Büro, bei Elfi Elliot, elfi.elliot@isppm.ngo
9. Internationale Bindungsanalyse Tagung — Tagungsband kaufen
Sehen Sie hier einen kurzen Rückblick über die Tagung.
Noch bis Ende September kann das Tagungsband bei Herrn Mattes im Mattes Verlag Heidelberg vergünstigt vorbestellt werden (bestellung@mattes.de) zu einem Vorzugspreis von 18,- Euro. Bei späterer Bestellung beträgt der Ladenpreis 24,- Euro. Bestellzeichen ist “Tagungsband Bindungsanalyse Würzburg”
Bezahlung nach Erhalt des Buches, es wird eine Rechnung beigefügt.
(18 € + Porto, Deutschland 1,80 €, nach Österreich 4,50 €)
Das Interview der Vorveranstaltung “Was ist Bindungsanalyse” wurde per Video aufgezeichnet. Sara Sommer und Sabrina Hütt wurden von Hiltrud Meyer-Fritsch über ihre Erfahrungen mit der Bindungsanalyse befragt. Einzusehen ist das Video auf dem Bindungsanalyse-Youtube-Kanal. Wer nicht dabei war, kann es sich gerne anschauen und es darf weiter geteilt werden. Ein schönes Interview, das vielleicht auch interessierten Schwangeren die Bindungsanalyse schmackhaft machen kann.
Buchempfehlung: Frau Ignez Carvalho Hartmann
Erfahrungen aus der vorsprachlichen Phase stellen in dieser Hinsicht eine besondere Herausforderung dar. Im psychoanalytischen Setting führte dies zu einer Verlagerung des Schwerpunkts von Interpretationen hin zu Beziehungen. Darüber hinaus entwickelten sich weitere Ansätze wie Körpertherapie, Kunsttherapie, Regressionstherapie und andere. Es zeigte sich jedoch auch, dass ein klares Verständnis der vorsprachlichen Entwicklung von der Empfängnis über die pränatale Phase, die Geburt bis hin zur postnatalen Phase notwendig ist, um die Auswirkungen der frühesten Erfahrungen wirklich zu verstehen und therapeutisch nutzen zu können. Es ist Carvalhos Verdienst, dass sie diese Erweiterung für die Sandspieltherapie vorgenommen hat, wie sie es bereits in früheren Veröffentlichungen seit 2015 getan hat, und dass sie diese auf der Grundlage eines reichen Erfahrungsschatzes in diesem Buch systematisch darstellt.
Diese klaren Vorstellungen über die frühe Entwicklung sind erstens nicht allgemein bekannt und wurden zweitens auf unterschiedliche Weise entdeckt und isoliert voneinander dargestellt. Daher war es notwendig, diese Erkenntnisse ausführlich zu erläutern, um die mögliche Erweiterung des therapeutischen Rahmens der Sandspieltherapie zu verstehen, wie dies in der ersten Hälfte des Buches geschieht; denn nur so lassen sich die tiefgreifenden Dynamiken der eindrucksvollen Fallstudien in der zweiten Hälfte des Buches wirklich nachvollziehen.
Die Darstellung der Entstehungsgeschichte der Erkenntnisse über pränatale Erfahrungsbereiche umfasst nicht nur die Aufzeichnung der Wurzeln der Bedeutung pränataler Erfahrungen in der Geschichte der Psychoanalyse – wie sie vor allem von Otto Rank, Gustav Hans Graber und anderen dokumentiert wurde – sowie der Erkenntnisse im Kontext der Humanistischen Psychologie von Arthur Janov, Stanislav Grof und William Emerson, sondern es ist auch notwendig, pränatale medizinische Erkenntnisse zur Stressregulation des Fötus, zur neurologischen Prägung und zur frühen Bindungsentwicklung einzubeziehen und zu berücksichtigen. Darüber hinaus sind besondere Pioniere der pränatalen Psychologie wie Terence Dowling und Rien Verdult zu erwähnen, ebenso wie Lloyd deMause, dem es gelang, die Wiederholung frühester Erfahrungen in politischen und historischen Ereignissen zu erfassen. Und nicht zuletzt ist es Carvalhos Verdienst, die grundlegenden Erkenntnisse des Jungschen Psychoanalytikers Erich Neumann zur Ich-Selbst-Achse zu integrieren, die oft vernachlässigt werden und vielen Psychotherapeuten sogar unbekannt sind. Aus der Auswertung dieses Hintergrunds wird es dann möglich, die Nachwirkungen des impliziten Gedächtnisses lebenswichtiger Erfahrungen aus ihrer embryonalen Entstehungsgeschichte zu erfassen. Kinderzeichnungen von Spiralen, kreisförmigen Formen, geschlossenen Räumen oder Figuren im schützenden und symbolischen Mutterleib können unbewusst embryonale und intrauterine Erfahrungen nachstellen und spiegeln oft pränatale Muster wider.
Die Sandkiste mit ihren beiden wesentlichen Elementen – Sand und Wasser – kann metaphorisch einen Gebärmutterraum darstellen. Ignez Carvalho-Hartmann formuliert abschließend: „Ich betone, wie wichtig es ist, pränatale, perinatale und postnatale Lebenserfahrungen zu berücksichtigen, um unser Verständnis sowohl der Symptome von Kindern als auch von Erwachsenen zu erweitern – und, was noch wichtiger ist, ihrer Art, die Welt wahrzunehmen, die sich manchmal in irrationalen Darstellungen äußert. Die Feststellung, dass jeder Mensch die Fähigkeit besitzt, seine Bedürfnisse auszudrücken und unausgesprochene frühe Traumata zu integrieren, bildet die Grundlage unserer Verantwortung als Fachleute für psychische Gesundheit und Pädagogen. … Nur durch Selbsterkenntnis und Selbstreflexion über unseren eigenen bio-psycho-sozialen Zustand können wir eine neue, konstruktive individuelle und kollektive Geschichte schaffen.“
In einer ausführlichen Fallstudie zeigt Carvalho-Hartmann, dass selbst bei einer sehr schwer traumatisierten Patientin ein psychologischer Entwicklungsprozess möglich war, indem ihre frühesten traumatischen Erlebnisse oder Zustände in Erinnerung gerufen wurden – etwas, das unter anderen Umständen sicherlich keine Chance gehabt hätte, sich von selbst zu entwickeln.
Ein besonderes Anliegen von Carvalho-Hartmann ist es, die ethischen Implikationen dieses Themas hervorzuheben. Das alte patriarchalische Ethikmodell hat diese existenzielle Dimension der weiblich-mütterlichen Realität ignoriert. Daher ist es wichtig, auf die von Erich Neumann entwickelte neue humanistische Ethik Bezug zu nehmen.
Journal of Prenatal & Perinatal Psychology & Health
Hier der Hinweis auf einen Artikel in o.g. Zeitschrift (in englisch)
Wie wir uns um Mütter kümmern, prägt die Entwicklung der Babys:
Ein auf Unterstützung basierendes Konzept für das Wohlbefinden von Müttern
Buchempfehlung: Kinderzeichnungen neu entdecken
Herr L. Janus hat uns auf dieses interessante Buch aufmerksam gemacht. Er sagt: “Dieses Buch mit Kinderzeichnungen zu ihren frühsten Erfahrungen könnte für uns der Durchbruch sein, insofern die Kinder in ihren Zeichnungen alles zeigen, was wir auf anderen Ebenen auch schon mitteilen und mitgeteilt haben.”
Der Lambertus Verlag kündigt an: Kinder drücken in ihren frühen Zeichnungen unbewusst ihr Erleben aus. Diese Bilder sind weit mehr als Kritzeleien — sie geben wertvolle Einblicke in die Persönlichkeitsentwicklung. Dieses Buch bietet erstmals eine übersichtliche und verständliche Darstellung der Entwicklung von Kinderzeichnungen in den ersten sechs Lebensjahren und darüber hinaus für ältere Kinder im Rahmen der Psychotherapie. Es unterstützt Eltern, Fachkräfte sowie (Psycho-)Therapeut:innen und Ärzt:innen dabei, kindliche Ausdrucksformen besser zu verstehen, wertzuschätzen und angemessen zu begleiten.
aus der Forschung: Beginnt das Bewusstsein bereits vor der Geburt?
Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass bewusste Erfahrungen bereits in der späten Schwangerschaft beginnen. Die Studie legt nahe, dass das Gehirn eines Säuglings in der Lage ist, bewusste Erfahrungen zu bilden, die sein sich entwickelndes Selbst- und Umweltverständnis prägen.
Diese Forschung, die tief in die Geheimnisse des kindlichen Bewusstseins eintaucht, nutzt aktuelle Fortschritte bei der Identifizierung von Bewusstseinsmarkern mittels bildgebender Verfahren im Gehirn von Erwachsenen und wendet diese zur Beurteilung des kindlichen Bewusstseins an.
Somit beleuchten die Ergebnisse nicht nur den frühen Beginn des Bewusstseins, sondern bringen auch entscheidende klinische, ethische und potenzielle rechtliche Implikationen mit sich.
Der Artikel liegt nur in englisch vor. Lesen Sie hier weiter
Bitte beachten Sie, dass auf der Seite viel Werbung ist, die man vlt. nicht gleich als solche erkennt.…
Netzwerktreffen 18.11.26 mit J. Meyer
Biographie: Jenni absolvierte in Südafrika eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitete dort als solche, bevor sie nach Europa kam. In England absolvierte sie eine Ausbildung zur Hebamme und arbeitete viele Jahre lang als Hebamme, davon fast zehn Jahre als ambulante Hebamme, die Frauen bei Hausgeburten und Frauen mit psychischen Problemen bei der Geburt begleitete.
Jenni studierte außerdem Massage, Naturheilkunde, Craniosacral-Therapie, Yoga und prä- und perinatale Psychologie. Sie unterrichtete Craniosacral-Therapie am Institute of Craniosacral Studies.
Sie bietet einen Kurs zur Babytherapie, sowie weitere Kurse an, die Menschen dabei helfen sollen, prä- und perinatales Bewusstsein und Erfahrungen zu verstehen, indem sie Zugang zu ihren eigenen prä- und perinatalen Erfahrungen finden.
12.12.26: Netzwerktreffen mit Antonella Sansone
Vorankündigung zum Netzwerktreffen im Dezember, Thema: “Eine Reise von der Weisheit der indigenen Völker und den Traditionen der Achtsamkeit hin zur Wissenschaft”
Datum/Zeit: 12.12.26, 13 Uhr MEZ, weitere Infos folgen
Netzwerktreffen mit Ursi u. Steven Gehre — Video anschauen
Am 03.09.26 hatten wir einen sehr interessanten Abend mit Ursi und Steven Gehre über das Thema: Craniosacrale Therapie und Integrative Babytherapie in der Arbeit mit Familien zur Geburtserfahrung, Fallbeispiele
Wer nicht dabei sein konnte kann sich hier das Video auf YouTube anschauen
Wegen des Datenschutzes wurde ein Filmausschnitt raus geschnitten.
Zu guter Letzt: ein Gruß von unserem Mitglied Frau Müller-Markfort
Zu einem besonderen Anlass hatten wir ihr einen Blumenstrauß gesendet. Hier ihre Antwort…
Schaut, was für einen wundervollen Strauß ich bekommen habe! Ich musste auf den Champagner Kübel zurückgreifen, um diese Pracht unterzubringen.
Aber–da war kein Platz für alle Blumen, und dann hatte ich diese glorreiche Idee.…
Das war ein Zeichen des Himmels! Natürlich, eine kleine Vase musste her, denn, ein Strauß von der ISPPM, das ist doch ein Mutter-Kind Zeichen! Wo und wann, wenn nicht jetzt.
Und so habe ich dieses Arrangement herbeigezaubert, die große, mütterliche Sonnenblume, die mit Stolz ihr Kleines anschaut, und das Kleine, sicher müde von der langen Reise bzw. der Geburt und dem ersten Trinkversuch lässt sein Köpfchen ein bisschen hängen.
Und so habe ich jeden Tag meine Freude und denke an Euch.
Und wenn Ihr mögt, könnt Ihr gerne meine mail an andere Menschen schicken, die sich über meine kleine Geschichte freuen würden, und die vielleicht auch eine Mutter-Kind Geschichte in anderen Situationen in ihrem Leben sehen.
GRUSS AM ENDE
Unsere diesjährige Jahresvollversammlung wird traditionell vor unserer ISPPM Tagung am Freitag, 30.10. von 15 — 18 h im Hotel “Goldener Löwe” in Stolpen stattfinden. Falls Sie nicht persönlich teilnehmen können, ist eine Online Teilnahme möglich. Bitte melden Sie sich zu Letzterem an.
Der Vorstand, das Sekretariat und Prof. Dr. Sven Hildebrandt sind mit den letzten Vorbereitungen für unsere Fachtagung engagiert beschäftigt.
Nach unserer kleinen Sommerpause im August werden wir Sie engmaschig weiter informieren und im Oktober den nächsten Rundbrief versenden.
Wir wünschen Ihnen bei all Ihren Aktivitäten und Projekten viel Erfolg! Bleiben Sie vor allem gesund und achten in diesen herausfordernden Zeiten auf ausreichende Erholungspausen!
Mit herzlichen Grüßen
Kola B. Brönner und Elfi Elliot für den Vorstand und das Sekretariat
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